Akkupflege

Akkupflege:

Nickel-Cadmium und
Nickel Metal Hydride

Der Nickel-Cadmium-Akku (NiCd) ist besonders in leistungsfähigen Geräten mit kurzen Betriebszeiten verbaut, z.B. in Akku-Bohrmaschinen aber auch so mancher älterer analoge Camcorder ist mit diesem Typen ausgestattet.  Einzelzellen, wie Mignon, Baby und Monozellen sind meistens Nickel-Metal-Hydride-Akkus.

Diese beiden Akkutypen verlieren typbedingt ihre Energie nach einer Weile. (Der NC-Akku mehr als der NH-Akku). Daher wundern sich die Besitzer oft, dass, wenn Sie das Gerät im nächsten Urlaub oder beim nächsten Bohrloch wieder herauskramen, dass der Akku platt ist. Oft hilft ein erneutes Aufladen oder „Wiederbeleben“  nichts mehr – der Akku ist tot!

Grund: Der Akku verliert seine Ladung – wird er während dieses Prozesses dauerhaft tiefentladen, ist Schluss mit Bohren, Musikhören und Filmen! Ein neuer Akku muss her.

Auch hat, besonders der NC-Akku die Neigung, seine Kapazität wiederwillig abzugeben, wenn er nie entladen wurde (Memory-Effekt). Dieser Akku lässt sich dann wieder beleben.

Pflege:

Diese Akkus kann man ca. 1000 Mal wieder aufladen. Jedes Laden knabbert an dieser Zahl! Man sollte den NC-Akku, so etwa nach 5-maligem, den NH-Akku nach 20-maligem Aufladen vor dem folgenden Ladevorgang im Ladegerät entladen lassen. Ist keine Entlademöglichkeit vorhanden, dann ein entsprechendes Gerät kaufen. Alternativ kann man auch das Gerät so lange in Betrieb halten, bis es den Akku entladen hat und sich selbst abschaltet. (Diese Methode ist jedoch nicht optimal – der Memoryeffekt entwickelt sich nur langsamer). Bei Bohrmaschinen u.Ä. die Maschine so lange in Betrieb halten, bis sie sich nur noch schwach dreht, (jedoch nie tiefentladen) und gleich danach wieder aufladen. Ansonsten möglichst alle 3 Monat die Akkus 1x laden lassen, wenn sie nicht genutzt wurden.  So haben Sie viele Jahre Freude an Ihren Geräten.

Also – kramen Sie gleich mal alle Akkus hervor, bevor es zu spät ist!

-Micha-

Rundgang

Vergessen Sie nicht die vielen anderen Geräte, die bei Ihnen zu Hause aus Akkus ihren Strom ziehen - Zahnbürste, Radio, Kassettenspieler, Rasierer, Akku-Sauger, die 9V Blocks im Gitarrenstimmer, Kopfhörer, in der Waage...!

NiCd + NiMH

Der Bohrmaschinenakku ist meistens ein NiCd-Typ. Er verliert seine Ladung relativ schnell und ist der Anfälligste für den Memory-Effekt.
Ich hole meine Bohrmaschine  alle 3 Monate heraus, lasse sie so lange laufen, bis die Drehzahl deutlich langsamer wird. Dann stecke ich den Akku in das Ladegerät und lade ihn wieder auf.

Der Camcorderakku alter analoger Geräte kann ein NiCd oder auch ein NiMH-Akku sein.

Weit verbreitet sind die Micro- Mignon- Baby und Mono-Akkus. Sie sind meistens vom NiMH-Typ. Aktuelle Mignon-NiMH-Akkus haben eine Kapazität von knapp 3000 mA. NiCd-Akkus haben keine so hohe Kapazität. Sie haben jedoch den Vorteil, dass sie den “Strom” schneller abgeben können, als NiMH-Akkus. (Daher sind diese besonders  bei  leistungshungrigen Bohr- maschinen angesagt).

Eine Besonderheit sind die in nur 15 Minuten aufladbaren NiMH-Speziel-Akkus mit einer Kapazität von ca. 2000 mA.  Um diese aufzuladen, benötigt man ein spezielles Ladegerät, dass mit kräftigem Lüftergeräusch seine Arbeit verrichtet. Derzeit gibt es sie nur in den Grössen Micro und Mignon ausserdem sind sie recht teuer.

 

Li-ion

Camcorder-Akku

Handy-Akku

Akku eines Yakumo delta 300 mit Stecker.
Vermeiden Sie bitte den Kauf von Handys, Pocket-PCs u.Ä. die keinen wechselbaren Akku haben. Selbst wenn Sie sich einen 2. Akku kaufen, das Gerät zum Wechseln aufschrauben, verliert es oft seine kompletten Daten, da diese Typen oft keinen Notakku haben, die das Gerät während des Akkuwechselns versorgt.

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Akkupflege:

Li-Ionen

Viele Nutzer dieser Energiezelle wundern sich oft, warum sie nach einiger Zeit an  Kapazität verliert – oft recht intensiv. Der Grund ist, das jeder Akku nicht ewig hält. Die Firmen geben hier etwa 500 bis 1000 Ladezyclen an. Nun werden viele von Ihnen sagen: Ich habe z.B. mein Notebook  nur 1 Jahr, brauchte den Akku so gut wie nie, der Rechner hing immer nur am Netz, wenn ich mit ihm arbeitete und er hält heute kaum mehr als 10 Minuten durch, benötige ich wirklich mal den Akku.

Der Li-Ionen-Akku braucht ein wenig Aufmerksamkeit.

Das ist der Typ, der in den meisten Notebooks, Handys und Pocket-PCs steckt. Alle diese Akkus haben eine ähnliche Lebensdauer. Ist er voll, verliert er relativ wenig Energie, wenn er gelagert wird. Er hat keinen Memory-Effekt. Allerdings knabbert jeder Ladevorgang an seinem Leben, egal ob er nun voll- oder nur 2 Minuten geladen wird. Nehmen Sie z.B. Ihr Handy, dass ständig in einer Ladeschale liegt, täglich 10 Mal auf, und telefonieren Sie damit, wird die Ladeautomatik, wenn Sie es wieder in die Ladeschale zurücklegen, wieder voll zuschlagen.  Tun Sie das täglich, hat er nach 10 Tagen bereits 100 Ladezyclen auf dem Buckel.

Was tun?   Notebook:

Laden Sie den Akku voll auf, nehmen Sie ihn aus dem Gerät und stecken Sie ihn erst wieder rein, (ohne ihn nochmals zu laden) wenn Sie netzunabhängig arbeiten wollen. Laden Sie ihn nicht sofort wieder voll, wenn Sie vielleicht nur 30 Minuten damit arbeiteten. Das wird er Ihnen mit einer optimalen Lebensdauer danken. Ich habe immer einen 2. Akku parat, so dass ich jederzeit einen vollen Akku habe, und bedenkenlos den „Alten“ so nach und nach bis zum Ende nutzen kann und ihn erst dann ans Netz zum Laden hänge, wenn der Rechner meckert.

Handy und Pocket-PC:

Das Handy und der Kleinrechner werden meistens täglich netzunabhängig genutzt und der Akku muss ständig im Gerät verbleiben. Hier gilt ebenfalls: So wenig Ladezyclen als möglich. Belassen Sie das Gerät nicht ständig in der Ladeschale, denn die Geräte verbrauchen Energie, auch im Stand-by-Betrieb und nach dem Verbrauch von ca. 5% Energie, fängt das Gerät wieder an zu laden! Auch hier habe ich immer einen zweiten, vollen Akku in der Tasche. Ist der Akku jedoch nicht wechselbar, sondern fest eingebaut, können Sie diese akkuschonende Behandlungsweise nicht anwenden. Bei manchen Pocket-PCs ist das Nutzen bis zur Kapazitätsgrenze sogar gefährlich, wenn keine Not-Batterie eingebaut ist. Ist der Akku entladen, hat das Gerät daher abgeschaltet - und haben Sie dann keine sofortige Lademöglichkeit, ist die Gefahr gross, die kompletten Daten zu verlieren, wie z.B. beim Yakumo delta 300 GPS. Wenn Sie dann keine Datensicherung haben – Pech gehabt! Achten Sie daher schon beim Kauf auf die Wechselfähigkeit des Akkus!

Trotz aller Pflege lässt sich ein Li-Ionen-Akku nicht ewig nutzen. Er hat eine optimale Leistungszeit von ca. 2 Jahren. Selbst wenn er nie genutzt wird, zerstört er sich nach und nach, ganz langsam selber. Darum sollten Sie darauf achten, keinen Ladenhüter zu kaufen! Manches Schnäppchen ist hier ein Eigentor.

-Micha-

Rundgang